Aquarius reptilis (Lehtonen) Christenh. & Byng

Aquarius reptilis (Lehtonen) Christenh. & Byng

Basionym : Echinodorus reptilis Lehtonen[1]

Vorkommen:

Süd-Paraguay, Nordost-Argentinien, Süd-Brasilien.

Ökologie

   Wächst an sandigen Flussufern bei c. 100 Höhenmeter.

Morphologie Allgemeine Gewohnheit

   Mehrjährig, aus kurzen Rhizomen, kahl, bis 40 cm, Rhizome bis 5 cm lang, 0,5 cm Durchm. Blätter emers, Blattspreite lanzettlich bis elliptisch, 3-adrig, 3 – 10 cm lang, 0,5 – 2 cm breit, durchsichtige Zeichnung als kurze Linien und Punkte vorhanden, Spitze spitz, Basis abgeschwächt, Blattstiele im Querschnitt dreieckig, bis 8 cm lang , 6 mm Durchm., Sockel mit Scheide bis 2 cm lang

Morphologie Fortpflanzungsmorphologie Früchte

   Frucht oblanceoloid, 3 – 4-rippig, gekielt, drüsig, ca. 1,5 mm lang, 0,5 mm breit, Drüsen 2, durch Rippen getrennt, rund, Schnabelende, aufrecht, c. 0,3mm.

Morphologie Fortpflanzungsmorphologie Blütenstände

   Blütenstand bestehend aus Dolden oder Trauben, 1 – 2 (– 3) Quirlen, je 3 – 5-blütig, niederliegende, überhängende Blätter, oft vermehrend, 5 – 10 cm lang, 4 cm breit, rachis-rund bis dreieckig im Querschnitt , Stiele rund, bis 20 cm lang, 1 mm im Durchmesser, Hochblätter frei, lanzettlich, grob mit häutigem Rand, viel kürzer als die verdeckten Stiele, bis 8 mm lang, 3 mm breit, c. 7 – 11-adrig, Spitze spitz, Stiele in Blüte und Früchten ausgebreitet, rund, 3,5 – 6 cm lang, 5 mm Durchm. Blüten 2,5 – 4 cm Durchmesser, Kelch- und Kronblätter ausgebreitet, Kelchblätter c. 11 – 14-adrig, c. 5 mm lang, ca. 3 mm breit, Adern ohne Papillen, Kronblätter weiß, ohne Krallen, nicht überlappend, ca. 12 mm lang, ca. 12 mm breit, Staubblätter 15 – 22, Staubbeutel vielseitig, ca. 1,5 mm lang, Filamente c. 3 mm lang, Fruchtblätter zahlreich

Notiz

   Diese Art ist nach der niederliegenden und kriechenden Gewohnheit benannt, die für diese Art charakteristisch ist. Diese Art wurde als Echinodorus sp. in Lehtonen (2006) und E. sp. 1 in Lehtonen & Myllys (2008). E. reptilis zeichnet sich durch einen kriechenden dolden- oder traubigen Blütenstand aus 2 Quirlen mit nur 3 – 4 Blüten auf langen Stielen aus. Außerdem ist die Pflanze viel kleiner als die meisten anderen Arten der Gattung. Die Blätter sind dicht mit kurzen durchsichtigen Linien gepackt. Alle bekannten Sammlungen wurden auf Sandbänken von Flüssen gemacht, einem Lebensraum, der von der Gattung normalerweise gemieden wird. Phylogenetisch ähnelt E. reptilis E. uruguayensis (Lehtonen & Myllys 2008), und das emerse Laub des ersteren ähnelt tatsächlich dem des letzteren. E. uruguayensis wächst jedoch hauptsächlich unter submersen Bedingungen und hat nur gelegentlich emerse Blätter, während E. reptilis emers wächst und anscheinend überhaupt kein morphologisch charakteristisches submerses Laub hervorbringt.[1]

Phänologie

   Blüte und Fruchtbildung von Oktober bis Januar.

  1. 1,0 1,1 POWO (2021). "Plants of the World Online. Facilitated by the Royal Botanic Gardens, Kew. Im Internet veröffentlicht; http://www.plantsoftheworldonline.org/ Abgerufen am 22. August 2021."
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 Beobachtung © Antonio Moreno Talamantes (licensed under http://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/